Karthäuserhof

Karthäuserhof

KARTHÄUSERHOF / RUWER (MOSEL)

Der Karthäuserhof ist ein magischer Ort. Und das nicht in erster Linie aufgrund seiner idyllischen Lage. Er ist das acht älteste Weingut der Welt und seit Jahrhunderten die Wiege weltberühmter Rieslinge. Er wurde im Jahre 1335 von Karthäusermönchen gegründet, die den Landsitz als Geschenk von Kurfürst Balduin von Luxemburg erhielten, und ihn bis zur Säkularisierung als Weingut betrieben haben. Seit 1811 befindet sich der Karthäuserhof in siebter Generation im Besitz der Familie Behler.

Der Grund für die außergewöhnliche Qualität der Weine aus dem Karthäuserhof ist die legendäre Lage Karthäuserhofberg, an deren Fuß sich das Weingut befindet. Ihr einmaliges „Terroir“ – das Zusammenspiel von Boden, Mikroklima und anderen sowohl naturgegebenen als auch durch Menschenhand geprägten Eigenschaften – lässt Weine von unvergleichlichem Charakter und immensem Reifepotenzial entstehen, die Weinliebhaber rund um den Globus verzaubern.

MARKENZEICHEN

Einmalig an einer Flasche Karthäuserhof ist nicht nur ihr Inhalt, sondern auch ihr Markenzeichen. Kein anderes Weingut der Welt stattet seine Flasche ausschließlich mit einer Halsschleife aus wie es der Karthäuserhof seit etwa 120 Jahren tut. Und das kommt nicht von ungefähr: Ahnherr Karl Wilhelm Rautenstrauch nutzte das frische Quellwasser des Eitelsbach, der direkt an seinem bevorzugten Gartenpavillon vorbeifließt, für die Kühlung seiner Weine. Dabei ärgerte ihn ein ums andere Mal, dass sich die Bauchetiketten von den Flaschen ablösten und er nicht mehr erkennen konnte, welchen Wein sie enthielten. Seine ebenso einfache wie geniale Lösung für dieses Problem war, die Flaschen fortan nur mehr mit einem Halsetikett auszustatten und bei der Kühlung im Bach darauf zu achten, dass die Flaschenhälse mit dem Etikett und den wesentlichen Informationen aus dem Wasser ragten. Die für uns geschützte Banderole trägt das imposante Wappen des Karthäuserhofs mit einer Meerkatze im Zentrum. Diese Affenart hat der Gründer des Karthäuserordens Bruno von Köln zum Wappentier gemacht, als er im 11. Jahrhundert vom Papst nach Rom gerufen wurde, dort aber nicht heimisch wurde und deshalb nach Kalabrien zog, wo er auf die Meerkatzen stieß und sie lieb gewann. Bemerkenswert an unserer Halsschleife ist darüber hinaus der türkis-goldene Rahmen, der auf unsere Vorfahrin Kathinka Rautenstrauch, geborene Mühlens, zurückgeht, die aus dem Hause „4711“ in Köln stammte und ihre Hausfarben auf den Karthäuserhof mitbrachte.